Stadt Sutri

Durch die strategisch günstige Lage zwischen den Cimini-Bergen und den Sabatiner Bergen hatte Sutri in der Antike die Kontrolle über eine natürliche Durchgangsstelle zwischen der aufkommenden Stadt Rom und den etruskischen Mächten. Die ersten Besiedlungen auf dem heutigen Stadtgebiet gehen bis in die späte Bronzezeitalter zurück. Früh wird Sutri in den römischen Einflussbereich eingebunden, da die Stadt als Brückenkopf bei der Eroberung der Etruskischen Gebiete fungieren soll. Nach dem Ende des römischen Reiches entgeht Sutri der wirtschaftlichen Krise dank ihres intensiven wirtschaftlichen und landwirtschaftlichen Austauschs und ihrer strategischen Lage direkt an der Handelsstraße Via Cassia (Francigena Romea). Im Laufe der Geschichte Sutris war die Stadt unter langobardischer Herrschaft und danach - durch die Schenkung von König Liutprand an Papst Gregorius II - unter der Herrschaft der Kirche. Das aufkommende Phänomen von Pilgerreisen, die durch die Stadt führen, beschert der lokalen Bevölkerung frische Impulse, immense Pilgerströme, neue Ideen und eine neue Einnahmequelle. Viele der wichtigsten und mächtigsten Männer des Mittelalters machten in Sutri Halt. So zum Beispiel Karl der Große, der Anfang des Jahres 800 in Sutri weilte, bevor er dann in Rom zum Kaiser des Heiligen Römischen Reiches gekrönt wurde.

Übersetzungen werden herausgegeben von Katharina Maria Nedela